Abnehmen mit Weihnachtsgebäck?

Dick“, so lau­tet ein Bon­mot, „wird man nicht zwi­schen Weih­nach­ten und Neu­jahr, son­dern zwi­schen Neu­jahr und Weih­nach­ten.“

Auch wenn da etwas dran sein mag, hat eine Stu­die gera­de gezeigt, dass West­men­schen zwi­schen Weih­nach­ten und Neu­jahr über­durch­schnitt­lich zule­gen – und der eine oder ande­re weiß aus eige­ner leid­vol­ler Erfah­rung, dass die Hose in die­ser Woche deut­lich schnel­ler eng wird als in der übri­gen Zeit. Was aber wäre, wenn man mit der PHD sogar in die­ser Zeit abneh­men könn­te?

PHD und Abnehmen

Die Jami­nets haben immer wie­der betont, dass die PHD kei­ne Diät im enge­ren Sin­ne ist, es geht nicht um kurz­fris­ti­gen Ver­zicht und auch nicht in ers­ter Linie ums Abneh­men. Gera­de Über­ge­wich­ti­ge wer­den auch vor dem gän­gi­gen FdH („Friss die Hälfte“)-Ratschlag gewarnt, einem „über­ge­wich­ti­gen Men­schen zu raten, er sol­le weni­ger essen“, liest man auf Sei­te 253, „ist im Hin­blick auf sei­ne lang­fris­ti­ge Gesund­heit genau­so sinn­voll, wie einem Men­schen mit einer Erkäl­tung zu emp­feh­len, er sol­le nicht soviel hus­ten…“ – jeden­falls dann, wenn man ihm nicht erklä­re, „wie er auf gesun­de Wei­se“ weni­ger essen kön­ne.

Mehr essen, um weniger zu essen

Das Kapi­tel 17 erklärt die Zusam­men­hän­ge im Detail, wir fas­sen es in einem ein­fa­chen, para­dox klin­gen­den Satz zusam­men: Wenn Sie an Weih­nach­ten mög­lichst nicht zu‐ und sogar abneh­men wol­len, essen Sie soviel Sie kön­nen! Und zwar genau die Lebens­mit­tel, die die PHD emp­fiehlt, abhän­gig von Grö­ße und Gewicht bis zu 500 Gramm tie­ri­sche und bis zu einem Kilo­gramm pflanz­li­che Lebens­mit­tel, aus mög­lichst pes­ti­zid­frei­er bzw. natür­li­cher Hal­tung. Die­se Lebens­mit­tel ent­hal­ten die Nähr­stof­fe, die einen Nähr­stoff­hun­ger ver­hin­dern, der uns ver­lei­tet, ja, oft genug zwingt, mehr Kalo­ri­en zu essen, als wir ver­brau­chen kön­nen. Anders for­mu­liert: Las­sen Sie Ihren Kör­per gera­de in der Weih­nachts­zeit nicht hun­gern.

Den Äquator nach Deutschland holen

In der dunk­len Jah­res­zeit, und die dun­kels­te Zeit ist die um Weih­nach­ten her­um, bekommt der Kör­per kein Vit­amin D über die Son­ne, was das Signal an den Kör­per ist, in einen Win­ter­mo­dus zu gehen. Zwar hält der Mensch kei­nen Win­ter­schlaf, aber der Stoff­wech­sel wird lang­sa­mer, der Ener­gie­be­darf ver­rin­gert sich, das Schlaf­be­dürf­nis nimmt zu etc.

Das könn­te zu einer wun­der­ba­ren Ent­schleu­ni­gung füh­ren, wenn da nicht der Job wäre (und die mit ihm ver­bun­de­nen Weih­nachts­fei­ern). Es ist völ­lig natür­lich, dass wir dann essen, wann immer sich die Gele­gen­heit bie­tet, denn Win­ter, das haben uns 2,5 Mil­lio­nen Jah­re Evo­lu­ti­on gelehrt, ist eine Zeit der Knapp­heit, wenn also über­ka­lo­ri­sches oder ein­fach viel Essen zur Ver­fü­gung steht, ist das eine gute Gele­gen­heit, Reser­ven zu bil­den für den Febru­ar, wenn die Spei­cher end­gül­tig leer sind.

Die Evo­lu­ti­on hat uns jedoch nicht auf vol­le Spei­cher auch im Febru­ar, auf Obst von der Süd­halb­ku­gel und Piz­za aus dem Tief­kühl­fach vor­be­rei­tet. Um also dem Kör­per den zum Nah­rungs­an­ge­bot pas­sen­den Som­mer zu geben, emp­fiehlt es sich, den Vitamin‐D‐Spiegel sup­ple­men­ta­tiv auf­zu­sät­ti­gen (S. 373), tags­über so viel natür­li­ches Licht zu bekom­men, wie mög­lich und das schwin­den­de Natur­licht auch zu den Tages­rand­zei­ten (aber bit­te nicht bis in die Nacht) durch hel­les, blau­es Licht zu ver­län­gern.

Weihnachtsgebäck 4.0

Ich kann allem wider­ste­hen, nur der Ver­su­chung nicht, hat Oscar Wil­de gesagt und damit die Con­di­tio Huma­na zusam­men­ge­fasst. Also heißt es, die Ver­su­chung zu umge­hen, nicht ihr zu wider­ste­hen (war­um Wider­stand zweck­los ist, klä­ren wir, wenn wir über gute Vor­sät­ze spre­chen). Eine gute Mög­lich­keit hat­te ich schon erwähnt: Sei­en Sie satt. Die zwei­te ist: Ver­lan­gen Sie (oder noch bes­ser: Lie­fern Sie) hoch­wer­ti­ges Gebäck. Indus­tri­el­le Back­wa­ren oder Fertig‐Backmischungen ent­hal­ten jede Men­ge Toxi­ne, mehr oder weni­ger natür­li­che aus Getrei­de, Omega6‐ und Trans‐Fetten, Fruk­to­se und ins­ge­samt zu hohen Zucker­an­tei­len, mehr oder weni­ger künst­li­che aus Kon­ser­vie­rungs­stof­fen und Geschmacks­ver­stär­kern.

Selbst­ge­ba­cke­nes gera­de in Form von Nuss­ge­bäck (Makro­nen) oder Erdmandel‐/Kokosmehl‐Muffins , (soweit über­haupt nötig) schmeckt sünd­haft gut und ist sowas von retro, dass Sie sich beim Tei­len der Bewun­de­rung Ihrer Umwelt sicher sein kön­nen. Nur spar­sam gesüßt mit Melas­se, etwas Natur­ho­nig oder Dat­teln und ange­rei­chert mit gesun­dem Fett und Poly­phe­n­o­len aus Kako­but­ter oder hoch­wer­ti­ger, hoch­pro­zen­ti­ger Scho­ko­la­de und vor allem weih­nacht­li­chen Gewür­zen von A wie Anis bis Z wie Zimt, lagert es sich nicht nur nicht auf der Hüf­te ab, son­dern ist unwi­der­steh­lich lecker: Es trägt zur wei­te­ren schnel­len Sät­ti­gung bei und ver­braucht nicht Ihre Wider­stands­kraft, denn je nach Grö­ße des Gebäcks ist man nach einem oder maxi­mal zwei Stü­cken zufrie­den, vor allem, wenn man vor­her aus­rei­chend geges­sen hat.

Nur: Las­sen Sie den Tel­ler nicht unbe­auf­sich­tigt auf Ihrem Schreib­tisch rum­ste­hen, auch der aske­tischs­te Kol­le­ge kommt da in Ver­su­chung.

Neu­gie­rig gewor­den? Hier gibt’s ein Rezept für Erdmandel‐Makronen.

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