Besser(es) Fleisch

Fleisch­ver­zehr trägt bei zu: Krebs, Herz‐Kreislauf‐Krankheiten, Ver­fet­tung auf der einen und Hun­ger auf der ande­ren Sei­te der Welt und der Methan­be­las­tung auf bei­den Sei­ten. Er erzeugt unend­li­ches Leid bei den Tie­ren und ist über­haupt ethisch nicht zu ver­tre­ten.

Alles rich­tig oder (bei eini­gen die­ser Behaup­tun­gen) ver­mut­lich rich­tig. Und den­noch stimmt nichts davon. Schuld ist näm­lich nicht das Fleisch als sol­ches, son­dern unser Umgang mit dem lie­ben Vieh und unser Umgang mit dem Fleisch. Mono­kul­tur, indus­tri­el­le Vieh­zucht, „Kraft­fut­ter“ und in der Fol­ge Antibiotika‐Einsatz und Über­dün­gung wegen eines viel zu hohen Gül­le­an­falls. Und das sind nur eini­ge Stich­wor­te. Wir trans­por­tie­ren leben­de Tie­re eng­ge­pfercht über vie­le (manch­mal über vie­le hun­dert) Kilo­me­ter in Schlacht­hö­fe, die so indus­tri­ell funk­tio­nie­ren, wie die Höfe, von denen die­se Tie­re kom­men. Dann wird ein lächer­lich klei­ner Teil (oft weni­ger als 10%) des Tiers für den mensch­li­chen Ver­zehr abge­packt, am liebs­ten in Plas­tik, der Rest wird einer Ver­wer­tung zuge­führt, die mit Ernäh­rung (jeden­falls mit natür­li­cher Ernäh­rung) wenig zu tun hat oder weg­ge­schmis­sen.

Fett, Knochen, Innereien, die vergessenen Fleischanteile

Und so geht es wei­ter: Wer heu­te Fleisch isst, legt oft Wert auf fett­ar­mes Mus­kel­fleisch, schmack­haft zube­rei­te­te Inne­rei­en mögen viel­leicht vie­le die Bezie­hern die­ses News­let­ters, eine Mehr­heit wird man vor­läu­fig damit aber eher nicht gewin­nen. Dabei sind die Inne­rei­en das nähr­stoff­dich­tes­te und zugleich – selbst wenn sie von Bioweide‐ oder Wild­tie­ren stam­men – bil­ligs­te Fleisch.

Fett von gesun­den Tie­ren ist eben­falls eine preis­wer­te, sät­ti­gen­de, geschmacks­tra­gen­de Nah­rungs­quel­le, die alle fett­lös­li­chen Vit­ami­ne (A, K, E, und vor allem Vit­amin D) erst ver­füg­bar macht. Und das Fett schützt das Fleisch bei der Zube­rei­tung vor gif­ti­gen Schä­den durch die Zube­rei­tung.

Last but not least müs­sen hier auch die Kno­chen erwähnt wer­den (auch Hüh­ner­kno­chen), die man als – manch­mal sogar kos­ten­lo­sen – Grund­stoff für eine so wohl­schme­cken­de wie gesund­heits­för­der­li­che Kno­chen­brü­he ver­wen­den kann.

Grillen bei 400 Grad?

Die Zube­rei­tung ist gera­de in den Grill­zei­ten eines der größ­ten Pro­ble­me, in der Regel wird zu heiß gebra­ten, gegrillt, gekocht. Dabei ent­ste­hen jede Men­ge toxi­sche Stof­fe (die lei­der etwas unap­pe­tit­li­chen Details fin­den sich auf S. 329f. der PHD), die dann zu Unrecht wie­der dem Fleisch selbst ange­las­tet wer­den.

Beson­ders pro­ble­ma­tisch sind Fer­tig­wa­ren, Wurst ent­hält, vor allem zur Halt­bar­ma­chung, oft gro­ße Men­gen zuge­setz­ten Phos­phor, der dann den mensch­li­chen Calcium‐ und Vitamin‐D3‐Haushalt schä­digt, oder Nitrit­pö­kel­salz, wel­ches im Kör­per in gif­ti­ges Nitrat umge­setzt wer­den kann usw.

Durch­ga­ren ist bei Schwein und Huhn auf jeden Fall ange­ra­ten (Details auf Sei­te 331 PHD), ande­res („rotes“) Fleisch darf, eine gute Quel­le vor­aus­ge­setzt, durch­aus noch rot sein, mehr noch, je behut­sa­mer die­ses Fleisch gegart wur­de, um so gerin­ger ist die Dena­tu­rie­rung der Ami­no­säu­ren, und umso bes­ser kommt unser Kör­per damit zurecht.

Fleisch ist eigentlich nur was für Vegetarier

Was viel­leicht nach einer Pro­vo­ka­ti­on klingt, soll kei­ne sein. Neue­re Stu­di­en las­sen jedoch ver­mu­ten, dass Fleisch, gute Qua­li­tät im Sin­ne der PHD vor­aus­ge­setzt, vor allem dann sei­ne gesam­te Zuträg­lich­keit ent­fal­ten kann, wenn es von hin­rei­chend Gemü­se beglei­tet wird. Auch Gemü­se soll­te im Übri­gen scho­nend zube­rei­tet sein und immer mit der Gar­flüs­sig­keit genos­sen wer­den, da lan­det ein erheb­li­cher Teil der Nähr­stof­fe. Tie­re, die vom Kopf bis zum Schwanz geges­sen wer­den, die natür­lich gehal­ten oder wild gefan­gen wer­den, stel­len im Übri­gen auch für die Umwelt kein Pro­blem dar, sie sor­gen für gesun­de Böden – und es braucht viel weni­ger von ihnen, um mehr Men­schen gesund satt zu bekom­men.

Nicht zu ver­mei­den ist, dass die­ses Fleisch etwas mehr kos­tet und zwar nicht nur im Ein­kauf, son­dern auch bezüg­lich der Zeit, die man sich für die Zube­rei­tung und den Ver­zehr neh­men muss.

Und was ist mit der Behaup­tung, dass der Mensch auch gänz­lich ohne tie­ri­schen Pro­te­in gesund, ja, sogar gesün­der, leben könn­te? Der Fra­ge wid­men wir uns in einem eige­nen Blog‐Beitrag.


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