Die Schokoladenseiten des PHD-Lebens

Auf die­sen Sei­ten fin­den sich auch Süß­spei­sen, zum Teil mit ordent­lich Zucker, denn natür­lich ist auch Reis­si­rup Zucker. Das ent­spricht den Emp­feh­lun­gen der PHD (vgl. S. 131), die Reis­si­rup wegen des gegen­über Haus­halts­zu­cker deut­lich gerin­ge­ren Fruktose-Anteil vor­zieht. Das ange­spro­che­ne Rezept ent­hält außer­dem, eben­falls PHD-gerecht, Scho­ko­la­de mit 70% Kakao.

Wenn 70% einfach zu wenig sind

Nun wer­den vie­le aller­dings fest­stel­len, dass sich die Zun­ge nach ein paar Wochen oder Mona­ten kon­se­quen­ter PHD-Ernährung nach­hal­tig umge­stellt hat, dass sie resen­si­bi­li­siert ist. Plötz­lich schme­cken Toma­ten süß oder Zwie­beln. 70%ige Scho­ko­la­de übt dann schon einen gewis­sen „Zucker­druck“ auf die emp­find­lich gewor­de­nen Geschmacks­knos­pen aus.

Viel­leicht sind Sie auf­grund einer dia­be­ti­schen Stoff­wech­sel­la­ge zur PHD gekom­men und müs­sen die Koh­len­hy­dra­te schon aus die­sem Grund am unte­ren Rand der PHD-Bandbreite, oder dar­un­ter hal­ten.

In sol­chen Fäl­len funk­tio­niert 70%ige Scho­ko­la­de nicht, jeden­falls nicht gut. Kein Grund zu ver­zwei­feln, ganz im Gegen­teil. Denn jetzt öff­nen sich plötz­lich Wel­ten, die an die unend­li­chen Wei­ten aus „Raum­schiff Enter­pri­se“ erin­nern, Sie sto­ßen in bis­her unbe­kann­te Räu­me vor, schon wenn Sie zunächst mit „nur“ 85%iger Scho­ko­la­de begin­nen.

Je wei­ter Sie in die Dun­kel­heit der Scho­ko­la­de vor­sto­ßen, bis Sie zuletzt bei einem Kakao­an­teil von 100% sind (doch, sol­che Scho­ko­la­den gibt es), umso mehr wer­den Sie mer­ken, dass es bei Kakao Unter­schie­de gibt – Wel­ten eben. Ihre Zun­ge wird Sie für den Zucker­ver­zicht beloh­nen. Posi­ti­ver Neben­ef­fekt, der immer wie­der zurück­ge­mel­det wird: Sie kön­nen 90%ige oder gar höher­pro­zen­ti­ge Scho­ko­la­de pro­blem­los im Büro lie­gen las­sen, sie wird noch da sein, auch wenn inzwi­schen zehn Kol­le­gen ver­geb­lich nach Ihnen gesucht und die Scho­ko­la­de her­ren­los auf Ihrem Tisch gese­hen haben soll­ten.

Leider teuer…

Das ist des­halb nicht nur ein Neben­satz, weil ech­te Scho­ko­la­de viel Geld kos­tet, min­des­tens 3 Euro und bis zu sechs Euro, in Ein­zel­fäl­len sogar mehr, für 70–80 Gramm. Ja, sie kommt sel­ten in 100-Gramm-Tafeln. In aller Regel ist jeder Cent dafür gut inves­tier­tes Geld.

Wer genau hin­schaut, wird oben­drein sehen, dass die­se 80 Gramm so vie­le Kalo­rien mit­brin­gen, wie 100 Gramm Milch-„Schokolade“. Klar, Fett ist nun mal ener­gie­dich­ter als Zucker. Den­noch ver­stoff­wech­seln die meis­ten Men­schen die­se Zusam­men­set­zung ganz anders, nicht jede Kalo­rie wird sofort auf der Hüf­te abge­legt.

Sie wer­den fest­stel­len, dass unter­schied­li­che Kakao­s­or­ten so unter­schied­lich schme­cken wie ver­schie­de­ne Reb­sor­ten und dass zwei 90%ige aus ver­schie­de­nen Anbau­ge­bie­ten, aus ver­schie­de­ner Ver­ar­bei­tung mit mehr oder weni­ger Kakao­but­ter sich eben­so so sehr unter­schei­den kön­nen, wie zwei Wei­ne.

Noch ein Tipp

Die PHD sie­delt auch Wein unter den zuläs­si­gen Genuss­mit­teln an, die Kom­bi­na­ti­on von kräf­ti­gem Rot­wein und genau­so kräf­ti­ger Scho­ko­la­de kann und soll­te man nicht beschrei­ben, die muss man pro­biert haben.


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