PHD to go

Kochen und Essen nach den Regeln der PHD ist rich­tig toll. Und bringt einen direkt in eine Art schö­nes Gefäng­nis. Das der eige­nen Küche. Je mehr wir über eine gesund­heits­för­dern­de Ernäh­rung wis­sen, umso gerin­ger wird die Aus­wahl, die sich uns außer­halb die­ser Küche bie­tet.

Nun ist die­se Art von Gefäng­nis genau­so wenig all­tags­taug­lich, wie jedes ande­re. Schließ­lich haben die meis­ten von uns eine Tätig­keit in einer Fir­ma, ver­bun­den mit einer Kan­ti­ne (oder dem Bäcker um die Ecke), sie sind bei Freun­den zum Abend­essen ein­ge­la­den oder fei­ern mit ihnen Geburts­tag in einem Restau­rant.

Was also tun, damit man nicht vor lau­ter Gesund­heit aus der Gesell­schaft fällt?

Begin­nen wir mit etwas ein­fa­chem, mit einer ein­zi­gen Mahl­zeit außer Haus: Ihr Chef hat einen ein­tä­gi­gen Work­shop ange­setzt, mit Mit­tags­ver­pfle­gung vom Cate­rer. Ver­wöhnt wie Sie durch die Ernäh­rungs­um­stel­lung sind, fürch­ten Sie, dass die gelie­fer­te Piz­za nicht bes­ser schmeckt als der Kar­ton, der sie umgibt und dass man die Bröt­chen mit der kleb­ri­gen Remou­la­de zwi­schen tro­cke­nem Panier­schnit­zel und wel­kem Salat­blatt weder kau­en kann noch schlu­cken soll­te. Früh­stü­cken Sie also etwas gehalt­vol­ler als sonst und ste­cken Sie sich für den Not­fall eine Hand­voll Wal­nüs­se ein. Wenn Sie jedoch Ihre meta­bo­li­sche Fle­xi­bi­li­tät schon wie­der­ge­won­nen haben, wer­den Sie die kaum brau­chen. Ihr Magen wird sich kurz mel­den, sich dann jedoch erst ein­mal mit einem Glas Was­ser zufrie­den­ge­ben. Inter­mit­tie­rend Fas­ten kann man auch mit­tags. Wenn Sie von Ihrem Pau­sen­spa­zier­gang um den Block zurück­kom­men, wer­den Sie fest­stel­len, dass Ihnen nichts fehlt, im Gegen­teil. Plötz­lich sind sie kla­rer als die Kol­le­gen, Sie den­ken schnel­ler, argu­men­tie­ren schlag­fer­ti­ger, in einem Satz: Sie umge­hen das sprich­wört­li­che „Sup­pen­ko­ma“ und Ihr Nach­mit­tag wird noch krea­ti­ver als Ihr Vor­mit­tag.

Nun ist das natür­lich gera­de nicht der All­tag, von dem oben die Rede war. Etwas mehr Sys­te­ma­tik gefäl­lig?

1. Planen Sie!

Wir haben uns an Kalen­der, To‐Do‐Listen, Jah­res, Monats‐, Tages­pla­nun­gen gewöhnt. Bis­her jedoch meist nicht das Essen. Ändern Sie das. Pla­nen Sie Ihre Mahlzeiten‐Woche. Das reicht von der Beschaf­fung bis zur Zube­rei­tung und umfasst, von den meis­ten heu­te leicht­fer­tig über­se­hen, das Essen selbst. Pla­nen Sie auch für das Essen ent­spre­chend lan­ge Pau­sen ein. Las­sen Sie sich nicht über­ra­schen – nie!

2. Bereiten Sie sich auf Überraschungen vor!

Wer plant, heißt es so schön, ersetzt den Zufall durch den Irr­tum. Und natür­lich ist das Leben vol­ler Irr­tü­mer, oder, bana­ler, Fehl­pla­nun­gen. In der Regel, weil wir zu eng geplant, auf bes­se­res Wet­ter gesetzt, auf Hil­fe von Drit­ten gezählt hat­ten. Rech­nen Sie ein­fach damit, dass so ziem­lich alles schief­ge­hen wird, was schief­ge­hen kann, vor allem beim Essen. Sor­gen Sie bei jeder Zube­rei­tung für Reser­ven. Eine der Regeln der PHD ist: frisch zube­rei­tet. Aber ges­tern zube­rei­tet und dann im Kühl­schrank auf­be­wahrt ist um Län­gen bes­ser als der Bäcker um die Ecke. Nicht zuletzt, wenn Sie unter­wegs sind. Haben Sie also immer etwas zum Essen dabei.

3. Lernen Sie, Essen zu transportieren!

Zu den fast ver­ges­se­nen deut­schen Wör­tern gehört der „Hen­kel­mann“ – es bezeich­net ein Trans­port­ge­fäß, das noch unse­re Groß­el­tern dabei­hat­ten, ganz gleich ob sie unter Tage, im Büro oder auf dem Feld arbei­te­ten. Der Hen­kel­mann war meist aus Weiß­blech, dar­in ließ sich Sup­pe trans­por­tie­ren oder ein gan­zes Mit­tag­essen. Inzwi­schen gibt es – obwohl an jeder Ecke ein Imbiss lau­ert – mehr Transport‐, oder sagen wir lie­ber: Auf­be­wah­rungs­ge­fä­ße für Essen denn je zuvor. Die weit­aus meis­ten davon aus Plas­tik. Aber abge­se­hen davon, dass es sich her­um­ge­spro­chen haben soll­te, dass Plas­tik am Ende immer zum Pro­blem­ab­fall wird, ist die Vor­stel­lung, es gäbe lebens­mit­tel­ech­tes Plas­tik, eine bis­her nicht beleg­te Mär (eine Stu­die hat gera­de wie­der gezeigt, dass Was­ser aus Plas­tik­fla­schen immer auch Plas­tik­an­tei­le ent­hält). Fin­ger weg auch von allen Alu­mi­ni­um­ver­pa­ckun­gen.

Glas und Stahl sind natür­lich schwe­rer, aber nicht nur ästhe­tisch schö­ner, son­dern auch belie­big oft wie­der­ver­wend­bar. Ein Ruck­sack, ein Korb, auch die Akten­ta­sche eig­nen sich für die Umver­pa­ckung und den eigent­li­chen Trans­port.

4. Essen Sie Reste kalt!

Nicht immer ist ein Herd in der Nähe, um etwas auf­zu­wär­men. Sie wer­den jedoch fest­stel­len, dass man nahe­zu alles, was auf die­sen Sei­ten für eine mehr oder weni­ger hei­ße Zube­rei­tung vor­ge­se­hen ist, auch sehr gut kalt essen kann. Gera­de stär­ke­hal­ti­ge Lebens­mit­tel, Kar­tof­feln vor­ne­weg, sind im abge­kühl­ten Zustand noch unpro­ble­ma­ti­scher, weil sie zuneh­mend mehr resis­ten­te Stär­ke ent­hal­ten. Sie bil­den dann im Übri­gen auch einen guten Bro­ter­satz: Kal­te Kar­tof­fel je nach Grö­ße hal­bie­ren oder in Schei­ben zer­le­gen, But­ter und/oder Leber­wurst dar­auf ver­tei­len und schon hat man eine „PHD‐Stulle“. Dazu eine Salat­gur­ke, drei Möh­ren, einen klei­nen Blu­men­kohl, biss­fest gegart – wer dann noch nicht satt ist, kann sich mit einem Ei, einer Hand­voll Nüs­se, ein paar Oli­ven behel­fen.

5. Gibt es denn nicht auch Fertig‐Snacks für PHD‐Anhänger?!

Sehen wir mal davon ab, dass die meis­ten PHD‐Anhänger gar kei­ne Zwi­schen­mahl­zei­ten brau­chen, hat die Indus­trie natür­lich längst erkannt, dass sich Geld mit „alter­na­ti­ven“ Snacks ver­die­nen lässt. Der Trend kommt – natür­lich – aus den USA, meist unter der Über­schrift „Paleo“. Und auch wenn die PHD nicht im enge­ren Sin­ne „paleo“ ist, kann man doch zum Bei­spiel auf „Beef Jer­ky“ zurück­grei­fen, eine der ältes­ten „Trans­port­nah­run­gen“ des Men­schen: Tro­cken­fleisch. Auch hier heißt es aller­dings, auf Qua­li­tät zu ach­ten: rei­nes Wei­de­fleisch ohne Zusät­ze (außer Gewür­zen). Das bekom­men Sie außer­halb eini­ger Groß­städ­te nur online, die meis­ten Super­markt­an­ge­bo­te ent­hal­ten das übli­che Indus­triefleisch, ver­län­gert um Geschmacks­ver­stär­ker, Füll­stof­fe, Nitrit­pö­kel­satz etc.

Sie wer­den fest­stel­len, dass die Gewohn­heit, das eige­ne Essen mit­zu­neh­men, statt in einem Restau­rant, einer Imbiss­stu­be, ja, selbst einer vom Arbeit­ge­ber sub­ven­tio­nier­ten Kan­ti­ne zu essen, trotz höher­wer­ti­ger Lebens­mit­tel viel Geld spart.

Und wenn ich bei Freun­den ein­ge­la­den bin, die ganz anders kochen und essen? Wir emp­feh­len: Brin­gen Sie für alle etwas im Sin­ne der PHD Selbst­ge­koch­tes zu Essen mit. Wo das nicht geht, kann man sich auch vor­her hin­rei­chend sat­tes­sen, die meis­ten Men­schen mer­ken gar nicht, wenn jemand sich am Buf­fet nicht bedient. Wir kön­nen außer­dem aus Erfah­rung sagen, dass es sich schnell her­um­spricht, dass Sie nach zwan­zig Uhr ohne­hin nichts essen, dass Sie regel­mä­ßig fas­ten, dass Sie Getrei­de mei­den, dass Sie mehr als ande­re auf Ihre Gesund­heit ach­ten, dass ….

Und wenn einer Ihrer Freun­de dann mehr wis­sen will, haben Sie mit einem Exem­plar der PHD schon das idea­le Mit­bring­sel.


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