Was sollte man nicht essen

Bei der Per­fect Health Diet soll­ten wir fünf Din­ge nicht oder nur in sehr klei­nen Men­gen essen:

  • Getrei­de wie Wei­zen, Gers­ten, Rog­gen, Hir­se, Hafer oder Mais
  • Hül­sen­früch­te wie Erd­nüs­se, Lin­sen und (wei­ße oder brau­ne) Boh­nen, ins­be­son­de­re Soja soll­te ver­mie­den wer­den
  • Keim­öle, die reich an mehr­fach unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren sind
  • Indus­tri­ell ver­ar­bei­te­te Nah­rungs­mit­tel
  • Fruk­to­se, die­se soll­te man mini­mie­ren (<25g/Tag und <10g/Mahlzeit)

Getreide:

Getrei­de – außer wei­ßer Reis – soll­te bei der Per­fect Health Diet gene­rell nicht auf dem Spei­se­plan ste­hen. Je eher Pflan­zen und ihre Bestand­tei­le Säu­ge­tie­ren als Nah­rung die­nen, des­to eher ent­hal­ten sie – um ihren Fort­be­stand zu sichern – Bestand­tei­le, die schäd­lich für den Darm sind und die Ver­dau­ung beein­träch­ti­gen.

Ins­be­son­de­re Wei­zen ent­hält viel für den Men­schen unge­sun­des Glu­ten, Wei­zen­keim­ag­glut­amin sowie Opi­oi­de.
Glu­ten ist dafür bekannt, dass es bei 83% aller Men­schen ent­zünd­li­che Reak­tio­nen aus­löst, die kei­nes­wegs sofort Pro­ble­me ver­ur­sa­chen müs­sen oder auf den Darm beschränkt sind. Im Extrem­fall, eine gene­ti­sche Dis­po­si­ti­on vor­aus­ge­setzt, wird dar­aus Zölia­kie. Inzwi­schen ist jedoch auch bekannt, dass es nicht-zöliakische Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät gibt.

Auch Gers­te, Rog­gen, Hir­se und Hafer ent­hal­ten glu­ten­ähn­li­che ent­zün­dungs­för­dern­de Eiwei­ße und ande­re unver­träg­li­che Stof­fe – wenn auch in zum Teil gerin­ge­rer Men­ge. Mais wird eben­falls in Ver­bin­dung mit bestimm­ten Erkran­kun­gen gebracht.

Hülsenfrüchte:

Mit Hül­sen­früch­te sind ins­be­son­de­re Erd­nüs­se und Boh­nen aber auch Lin­sen und Kicher­erb­sen und Soja gemeint. Grü­ne Boh­nen und Erb­sen sind dage­gen in der Per­fect Health Diet erlaubt.

Hül­sen­früch­te sind roh in der Regel für den Mensch gif­tig und wer­den erst durch die Zube­rei­tung für uns ver­träg­lich. Das gilt vor allem für Hül­sen­früch­te, die getrock­net geern­tet wer­den. Eine Zube­rei­tung von Hül­sen­früch­ten, die die­se für den Men­schen ver­träg­lich macht ist in der Regel sehr zeit­auf­wän­dig. Ent­we­der müs­sen die­se Nah­rungs­mit­tel sehr lan­ge gekocht wer­den oder z.B. über Nacht in Was­ser, oder bes­ser noch Essig, ein­ge­weicht, um sie für uns ver­träg­lich zu machen. Für die­se Zube­rei­tung fehlt in unse­rer Welt oft die Zeit. Da es genug Mög­lich­kei­ten gibt, harm­lo­se Stär­ken zu essen, die ein­fa­cher zube­rei­tet wer­den kön­nen, emp­fiehlt die Per­fect Health Diet, auf Hül­sen­früch­te und Erd­nüs­se zu ver­zich­ten.

Keimöle:

Keim­öle sind güns­tig, aber auch die Haupt­lie­fe­ran­ten von mehr­fach unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren (vor allem die ent­zün­dungs­för­dern­den Omega6-Fette) von denen die Men­schen der­zeit meist viel zu vie­le ver­zeh­ren. Weil Keim­öle recht bil­lig sind und Fett ins­ge­samt ein sehr guter Geschmacks­trä­ger ist, wer­den sie beson­ders oft bei der indus­tri­el­len Her­stel­lung von Fer­tig­pro­duk­ten und hoch­ver­ar­bei­te­ten Fertig-Nahrungsmitteln ver­wen­det.

Da wir mit unse­rer moder­nen Ernäh­rung täg­lich bereits das drei­fa­che der undenk­li­chen Men­ge an mehr­fach unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren zu uns neh­men, ste­hen Keim­öle bei der Per­fect Health Diet nicht auf dem Spei­se­zet­tel. Statt­des­sen ver­wen­den wir gesät­tig­te und ein­fach unge­sät­tig­te Fett und Öle wie z.B.:

  • Rin­der­talg
  • Milch­fet­te
  • Kokos­öl
  • Kakao­but­ter
  • Oli­ven­öl
  • Avo­ca­do­öl

Wenn wir pflanz­li­che Öle ver­wen­den, dann sind das also in der Regel tra­di­tio­nel­le Öle, die aus den Früch­ten von Pflan­zen gewon­nen wer­den (Oli­ven­öl, Avo­ca­do­öl) und nicht aus den Samen von Pflan­zen.

Nahrungsmittel aus industrieller Produktion:

Nah­rungs­mit­tel aus indus­tri­el­ler Pro­duk­ti­on sind in mehr­fa­cher Hin­sicht kri­tisch. Daher soll­ten wir ganz auf sie ver­zich­ten.

Zum einen wer­den sehr oft Keim­öle ein­ge­setzt, da die­se beson­ders bil­lig sind. Aber nicht nur die Keim­öle an sich sind schäd­lich, zu ihrer Gewin­nung wer­den oft rela­tiv gif­ti­ge che­mi­sche Ver­fah­ren ein­ge­setzt. Dabei ent­ste­hen z.B. auch Trans­fet­te, die bereits seit län­ge­rem im Ver­dacht ste­hen, gesund­heits­schäd­lich zu sein.

Aber nicht nur Öle sind bei indus­tri­ell her­ge­stell­ten Nah­rungs­mit­teln kri­tisch. Indus­tri­ell ver­ar­bei­te­tes Fleisch ent­hält viel Natri­um und vie­le Nitra­te. Zusätz­lich wird indus­tri­ell ver­ar­bei­te­tes Fleisch oft mit Zucker kon­ser­viert.

Milch wird nor­ma­ler­wei­se hoch­er­hitzt, um sie halt­bar zu machen, und der natür­li­che Fett­ge­halt auf fest­ge­leg­te Stu­fen ein­ge­stellt. Sie ist in der Regel kein natur­be­las­se­nes Nah­rungs­mit­tel, wenn wir sie im Super­markt kau­fen.

Bei gen­tech­ni­schen ver­än­der­ten Nah­rungs­mit­teln soll­te man beden­ken, dass die Ver­än­de­rung nicht gemacht wird, damit Nah­rungs­mit­tel bes­ser ver­träg­lich für den Men­schen wer­den, son­dern damit sie resis­ten­ter gegen­über ihrer Umwelt, Schäd­lin­gen und Pflan­zen­schutz­mit­teln sind.

Fruktose und mehrfach ungesättigte Fettsäuren:

Fruk­to­se ist in hohen Dosen schäd­lich. Die PHD ent­hält maxi­mal 25g Frutose pro Tag, mög­lichst nicht mehr als 10g pro Mahl­zeit. „Nor­ma­len“ Zucker soll­ten wir eher mei­den, er ent­hält rund 50% Fruk­to­se und ist, weil ihm Was­ser und Faser­stof­fe feh­len für uns gif­tig. Unse­ren Fruk­to­se­be­darf kön­nen wir weit­ge­hend mit Früch­ten, zucker­hal­ti­gem Gemü­se und ein wenig Honig decken.

Ein paar allgemeine Hinweise zum Kochen und Lagern von Lebensmitteln mit den Zutaten der PHD

Richtig zubereiten und lagern:

Wei­ßer Reis kann unbe­denk­lich geges­sen wer­den. Roher Reis ent­hält zwar eini­ge schäd­li­che Stof­fe, z.B. hat Reis einen natür­lich hohen Arsen­an­teil, die­se wer­den jedoch durch Waschen und beim Kochen unschäd­lich gemacht, Reis zählt daher zu den soge­nann­ten harm­lo­sen Stär­ke im Sinn der Per­fect Health Diet – solan­ge man nicht eine dia­be­ti­sche Stoff­wech­sel­la­ge hat.

Ähn­li­ches gilt für fri­sche Erb­sen und grü­ne Boh­nen. Wäh­rend getrock­ne­te (wei­ße oder brau­ne) Boh­nen viel Toxi­ne ent­hal­ten, sind Erb­sen und grü­ne Boh­nen recht gesund – die­se Hül­sen­früch­te sind von Natur aus rela­tiv arm an Toxi­nen und bie­ten daher ab und an eine gute Abwechs­lung im Spei­se­plan.

Kar­tof­feln sind eben­falls eine emp­foh­le­nes Lebens­mit­tel aus der Kate­go­rie „harm­lo­se Stär­ke“ bei der Per­fect Health Diet. Bei Kar­tof­feln kommt es auf die Lage­rung an: wenn sie dun­kel und kühl gela­gert wer­den sind Kar­tof­feln gesund – Toxi­ne ent­ste­hen wenn die Kar­tof­fel grün wird bzw. keimt. Anders als bei Reis und grü­nen Boh­nen kommt es bei Kar­tof­feln also auf die Lage­rung und nicht so sehr auf die Zube­rei­tung an.

Temperatur: Alle Speisen werden am besten unter 200°C zubereiten – höhere Temperaturen sind in der Regel nicht so günstig.

Idea­ler­wei­se wird in Was­ser gekocht oder gedüns­tet und Fleisch soll­te bes­ser durch­ge­gart ver­zehrt wer­den.

Qualität und Abwechslung bei unseren Nahrungsmitteln

Abwechs­lung im Spei­se­plan und die Qua­li­tät der Lebens­mit­tel sind das A und O einer gesun­den Ernäh­rung. Des­halb ist es auch so wich­tig – und einem guten Lebens­ge­fühl extrem zuträg­lich – selbst zu kochen. So kön­nen wir alles, was wir essen, selbst aus­su­chen und auf eine „art­ge­rech­te“ Zube­rei­tung ach­ten.

Am bes­ten ver­wen­den wir Lebens­mit­tel die natur­be­las­sen sind – das kön­nen vor allem Bio-Produkte sein (wobei „Bio“ zwar weni­ger Pes­ti­zi­de ver­spricht, aber noch kei­ne art­ge­rech­te Hal­tung, und auch unter dem Stich­wort „bio“ gibt es vie­le der Omega6-lastigen Fet­te wie Son­ne­blu­men­öl). Fleisch und Eier aus ande­rer art­ge­rech­ter Hal­tung und wild­ge­fan­gen.

Das Ein­kau­fen auf einem loka­len Markt zum Bei­spiel – mög­lichst bei Men­schen, die mit Hin­ga­be Lebens­mit­tel pro­du­zie­ren, kann dabei zu einem wun­der­ba­ren und gesun­den Ritu­al wer­den. Auch wenn die­se Lebens­mit­tel etwas teu­rer sind, als die beim Super­markt um die Ecke – wer selbst kocht, spart! Selbst mit hoch­prei­si­gen Zuta­ten ist Kochen fast immer bil­li­ger als aus­wärts Essen zu gehen oder Fer­tig­pro­duk­te zu kau­fen.

Fleisch und Fisch aus art­ge­rech­ter Hal­tung sind meist ca. 10–20% teu­rer als Indus­triefleisch (und manch­mal ist der Unter­schied noch grö­ßer, aber Fleisch, das zum Weg­werf­preis ange­bo­ten wird, kommt von Tie­ren, die auch so behan­delt wor­den sind.). Aber Schmor­fleisch das lang­sam gegart wird und wel­ches sehr bekömm­lich ist, ist deut­lich güns­ti­ger und gesün­der, als ein Billig-Filet, das scharf ange­bra­ten wird, außer­dem kann und soll­te man bei einem gesun­den, art­ge­recht gehal­te­nen Tier die Inne­rei­en (vor allem Leber ist sehr nähr­stoff­dicht und gleich­zei­tig auch von art­ge­recht gehal­te­nen Tie­ren sehr preis­wert) und das Fett mit­es­sen und aus Kno­chen und Knor­peln Brü­he her­stel­len. Bei Gemü­se lohnt es sich auf die Sai­son zu ach­ten, da Gemü­se und Früch­te, die gera­de reif sind, zum einen oft aus der eige­nen Regi­on stam­men, den gerings­ten Nähr­stoff­ver­lust auf dem Weg zum Tel­ler haben und zum ande­ren auch meist noch güns­ti­ger sind.

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